Design und Marketing Trends 2013/14

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Die Zeit rennt – das Jahr 2013 liegt in den letzten Zügen – Zeit für einen Rückblick auf die Marketingtrends des vergangenen Monate zu werfen und auf das vor uns liegende Jahr zu blicken.

Der Grundtrendenz der letzten Jahre setzt sich fort: Verbraucher informieren sich häufiger untereinander (Foren, soziale Netzwerke etc.) oder auf eigene Faust (Recherchen im Internet) und werden dadurch aufgeklärter und selbstbewusster. Zeitgemässe Kampagnen richten ihren Fokus daher nicht mehr allein darauf, Zielgruppen und deren Bedürfnisse zu analysieren und daran zu appellieren. Der Verbraucher der Zukunft ist nicht mehr nur das Ziel einer Kampagne sondern wird zu einem integrativen Bestandteil derselben.

Individualität: Individuelle, werthaltige und erlebnis-orientierte Kommunikation setzt sich durch, weil sie besser ankommt. Der Verbraucher wird als eigenständiges Individuum betrachtet, der sich über Real Time Testimonials aktiv in den Kampagnen-Flow einbringen kann. Gut sichtbar ist dieser Trend bei Internetplattformen, auf denen Consumer-Votings und Bewertungen abgegeben werden können, die unmittelbaren Einfluss auf das Kaufverhalten haben und darüber hinaus auf die Marke einzahlen. Entscheider, die für diese Strategien optieren, müssen Mut beweisen und kritischen Stimmen den gleichen Raum gewähren wie positiven Bewertungen. Nur so gelingt es, Glaubwürdigkeit zu schaffen und diese auf das Produkt oder die Marke ausstrahlen zu lassen.

Social Media und Nischen-Communities: Auch der Trend zu Social Media ist ungebrochen. Es ist abzusehen dass Social Networks ihre Marktanteile noch weiter erhöhen werden. Individualisierung und Personalisierung sind Schlagworte der Stunde, die persönliche Empfehlung ein unvermindert andauernder Trend. Virale Kampagnen greifen diese Situation gekonnt auf, und zählen schon seit längerer Zeit zu den Tools der Stunde. Nischen-Communties sind ein weiteres aktuelles Schlagwort: Konsumenten bilden individuelle Interessensgemeinschaften zu Nischtenthemen und Fachgebieten abseits von Facebook oder Linked-In. Anbieter können diesen Trend aufgreifen, dabei mit gut passenden Produkten und Leistungen zum Wert dieser Netzwerke beitragen und von deren Zielgenauigkeit profitieren.

U statt E: Das Zeitalter des Ubiquitous Internet – des allgegenwärtigen “Internet der Dinge” – ist angebrochen. Mobile Geräte wie Smartphones, Tablets und Notebooks werden noch alltags-gebräuchlicher und kommunizieren vermehrt mit anderen Geräten und Gegenständen wie Autos, Kühlschränken, Kleidungsstücken etc. Bis 2020 werden weltweit rund 26 Milliarden “Dinge” über das Internet erreichbar sein – PCs, Tablets und Smartphones nicht mitgerechnet, schätzt der US Martforscher Gartner. Für datenhungrige Marktforscher gleichzeitig ein Traum und – angesichts der anstehenden Notwendigkeit einer sinnvollen und vorschriftenkonformen Aufarbeitung künftiger globaler Datenberge – eine grosse Herausforderung.

Mobile Payments: Gegenwärtig noch auf der Suche nach internationalen Standarts sind Mobile Payment Technologien – Möglichkeiten zum bargeldlosen Zahlungsverkehr über Smartphones & Co. Unter anderem sollen die angepeilten Lösungen den Umgang mit Kleingeld überflüssig machen und bequemer funktionieren das Hantieren mit Kreditkarten. Möglichkeiten fürs Marketing in Verbindung mit m-payment Apps für NFC-fähige Smartphones sind unter anderem integrierte Local-Business Listings, Integration in Social Networks und als Gutscheinsysteme als Kaufanreiz, erklärt Carsten B. Henkel vom m-payment Anbieter cashcloud. Anders als etwa in Japan war in westlichen Industrieländern die Resonanz bisher noch verhalten, dennoch dürfte weitere Innovationen in den nächsten Jahren für eine merklich stärkere Verbreitung sorgen.

Telling statt Selling: Das designierte Wunderkind der internationalen Marketinglandschaft 2014 heisst Content-Martking. Der Wunsch der Konsumenten nach Nachhaltigkeit hat viele Spielarten: leere Sprüche sind  out, hochwertige und markenrelevante Inhalte sind gefragt. Im Gegensatz zu klassischen Werbestrategien spricht Content Marketing keine direkten Kauf-Aufforderung mehr aus, sondern gewinnt und bindet die Aufmerksamkeit der Verbraucher durch intelligente und unterhaltsame Informationsangebote. Einfliessen können diese Erkenntnisse selbstverständlich auch ins gute alte E-Mail Marketing. Bei einer Umfrage von Curata auf dem englisch sprachigen Markt gaben 71% aller befragten Unternehmen an, ihre Budgets für Content Marketing im Jahr 2014 erhöhen zu

Und zu guter Letzt: Responsive Webdesign – also die automatische und gerätespezifische Erkennung und Anpassung von Online-Inhalten auf Webseiten und in Emails an entsprechende Bildschirmformate auf Tablets und Smartphones – zählt angesichts der sich aktuellen Entwicklungen mittlerweile natürlich zum absoluten Plichtprogramm.

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