Interview mit Dipl.-Designerin Nicola Richter

firma(büro): gestaltungs§richter

alter: 30 jahre

1. warum machen sie mit bei rheindesign?

gestaltung ist eine auseinandersetzung mit aktuell angenommenen oder zukünftig gedachten wirklichkeitsmodellen - also das resultat diesbezüglich formulierter thesen.

diese wiederum sollten öffentlich zum diskurs stehen – so häufig und deutlich wie möglich. denn sonst nährt sich das tier vom eigenen fleisch.

2. was infiziert sie dabei?

der wille - und die menschen die es bereiten und begleiten – sowie die, die es sehen und berühren – und vielleicht etwas spüren.

3. was werden sie zeigen (beitrag, projekt)?

wort installationen.
die arbeit “der narziss macht den sisyphos” wird im buker unter dem vulkangelände gezeigt und die installation „thesenträger“ wird im mak
zu sehen sein.


4. wie erleben sie die kölner designszene zurzeit?


als facettenreich, lebendig und intelligent – und zeitgleich proportional als zu unsichtbar.

5. hat köln das potential eine der führenden design-cities weltweit zu werden?

es gibt in köln einige menschen, deren worte und gedanken gehör verdienen – und die grossartige dinge tun.

das potential eine „führende design-city“ zu werden, setzt sich aus einer vielzahl weiterer aspekte zusammen – die sich nur bedingt benennen und bestimmen lassen.

6. warum braucht köln ein neues kreativfestival?


die themen, mit denen das kleine städtchen am rhein in die öffentlichkeit tritt, spiegeln das geschehen und bestehen vor ort nur bedingt wieder. ich denke, es lohnt sich dies zu ändern.

7. ihre drei highlights in köln. drei persönlich kuratierte tipps für rheindesign-besucher:

1. immer wieder: der dom – eine pracht aus glauben und macht - zugegeben: auch etwas unheimlich.
2. der niehler hafen oder die südbrücke
3. elektrizitätswerk köln-wesseling

8. ihr wunsch an rheindesign:

das wird, was in ihm steckt.